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Mittwoch, 19. Juli 2017

Laterne Laterne Laterne

... dieses Kinderlied hat hier einen Beigeschmack. Wieder und wieder werden diese schönen alten, historischen Straßenlaternen von Erwachsenen zerstört. Wer hat die Nummer 8 diesmal erwischt? Der Fahrer eines LKW mit Tankaufbau und vier Achsen. 38-Tonner? Frage ich mich, was diese riesigen Fahrzeuge in der Fußgängerzone suchen. Gibt es ein Schild, welches Giga-Linern die Fahrt ins Nikolaiviertel demnächst verbieten wird?

Ich kann mich nicht damit abfinden, dass in unregelmäßigen Abständen die teuren Laternen umgefahren werden. Dabei gäbe es Lösungen, diesen Vandalismus zu verhindern. Doch hier im Viertel schiebt jeder die Verantwortung auf andere Stellen. Wem gehört die Stadt, wem gehört das Viertel?

Eine Chronik seit dem 4. Februar 2012 --- und keine Änderung.

http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2016/06/verschworungstheorie.html
http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2016/06/wo-ist-das-ordnungsamt.html
http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2015/07/gesperrt-fur-lkw.html
http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2014/10/hurraaahhh.html
http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2014/01/schonwieder.html
http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/05/vandalismus-gegen-straenlaternen.html
http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/02/laternen-stehen-im-wege.html







Samstag, 25. Juni 2016

Verschwörungstheorie



Wie soll ich mir das erklären? Erst wird die historische Laterne in voller Länge umgelegt. Dann kommt eine Firma und sichert den Stummel, damit Passanten durch den noch fließenden Strom nicht gefährdet werden. Und Tage später wird der klägliche Rest noch einmal umgelegt. Was ist da los? Ist das ein Zufall?

http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2016/06/wo-ist-das-ordnungsamt.html

Sind die Autofahrer, die die Verbotsschilder bewusst ignorieren und trotzdem in die Fußgängerzone fahren, wirklich so dumm? Oder strebt jemand hier wirklich mit Gewalt an, das Nikolaiviertel in einen „autogerechten“ Disneypark für Touristen umzuwidmen? Nur noch Hotelbetten und Ferienwohnungen für Besucher ohne Einschränkung, mit dem Auto zu erreichen? Wem gehört das Nikolaiviertel?



         Das Ordnungsamt scheint nur selten,
ganz selten, hier für
Ordnung zu sorgen. Nur auf Petze kommen sie, wenn wieder mal ein paar Tische oder Ständer zu weit in die Straße ragen. Aber um LKW-Fahrer ohne den richtigen Führerschein oder arrogante PKW-Fahrer die auf den Bürgersteigen parken, kümmern sich die Mitarbeiter des Ordnungsamtes nicht. Irgendwann, so vermute ich, werden sich die Anwohner wehren
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Montag, 13. Juni 2016

Wo ist das Ordnungsamt?

Wie lange leuchten historische Laternen im Nikolaiviertel? Durchschnittlich ein Jahr, bis wieder eine umgefahren wird. Diese hier in der Poststraße wurde gerade (am 8. Juni 2016) erneut umgefahren. An gleicher Stelle wurde die Vorgängerin im Oktober 2014 zerstört.*
Ersatz kommt in der Regel nach etwa 12 Monaten.


Dieser Fall - im wahrsten Sinne des Wortes - wurde vom Verursacher selbst angezeigt, so dass die Polizei diesen Umfall aufnehmen konnte. Ob der Fahrer auch eine Anzeige bekommt, weil er nach 11 Uhr in die Fußgängerzone gefahren ist? Der Polizist hatte erstaunlicherweise Verständnis für die ignoranten Lieferanten, die mit viel zu großen Fahrzeugen auch nach 11 Uhr liefern "müssen".

Die meisten LKW-Fahrer verdrücken sich heimlich, der Begriff ist Fahrerflucht.







Das wirft natürlich die Frage auf, woran liegt das? Ganz einfache Antwort: Die LKW-Fahrer können nicht fahren. Sind offensichtlich keine Berufskraftfahrer, die ihren Job gelernt haben und das Fahrzeug beherrschen. Außerdem sind die Fahrzeuge viel zu groß, um hier in der Fußgängerzone operieren zu könne. Die Regeln für die Fußgängerzone Nikolaiviertel scheinen außer Kraft gesetzt zu sein. Jeder kommt, parkt wo er will, besonders gern auf den Fußwegen. Die Manöver der dreiachsigen Lieferwagen sind abenteuerlich, wenn man das beobachtet. Da stehen die Laternen immer im Wege.

Ich hätte da einen Vorschlag, der den Bewohnern gefallen wird, nicht aber den Gastwirten. Davon gibt es ohnehin zu viele - und es werden offensichtlich immer mehr.
Da die Schilder auf den beiden Zufahrtstraßen, die klar die Fußgängerzone anzeigen und eine Regel für den Lieferverkehr deutlich vorgeben, von ALLEN (PKW, LKW, Motorrad) ignoriert werden, müsste man die Ordnung wieder herstellen. Das aber überfordert Polizei und Ordnungsamt. Also?

* Nachzulesen im Abendblatt 
http://www.abendblatt-berlin.de/2014/10/17/niedergemachte-laternen/


Donnerstag, 8. Oktober 2015

Lichterspiel Regenwetter


 
Ein Lichterspiel direkt vor meinem Fenstert. Die Fotos von der groß angelegte Verschmutzung des Himmels über Berlin (sky pollution) in diesen Tagen habe ich schon längst im Kasten. Immer das selbe oder das gleiche - diesmal zweimal, in Konkurrenz.
Vom 09. bis zum 18. Oktober 2015 finden in Berlin die beiden Lichterfestivals "Berlin leuchtet" und "Festival of Lights" statt.

Nikolaikirchplatz / Stadtmuseum Berlin

Vor einem Jahr (2014) an gleicher Stelle:
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Dienstag, 21. Juli 2015

Gesperrt für LKW

Jetzt ist es offenbar soweit. Das 30t-Schild verspricht ein Umdenken. Dürfen die großen, schweren Dreiachser nicht mehr durch das Viertel fahren? Oder ist das nur ein Bauschild, das hier abgestellt wurde. Verkehrsschilder an beiden Einfahrten zum Nikolaiviertel sind eindeutig, nur hält sich kein Fahrer dran. Aushilfsfahrer auf den großen LKW irren durch die Fußgängerzone und übersehen immer wieder die alten Laternen. Im Augenblick ist wieder eine platt gefahren. Wir warten auf den Ersatz.

 
 



Austausch eines Masten, an dem die Strahler für die Kirchenbeleuchtung montiert waren. Mal sehen, wann es weitergeht. Im Moment liegt die Kirche spät abends im Dunkeln. Wenn die Touristen sich aus dem Viertel zurückziehen, dann ist es noch hell. Eine "Maßnahme" wohl überlegt für die Ferien?
Laue Sommernacht rund um die Nikolaikirche

Sonntag, 28. Dezember 2014

Aktion Feuerzangenbowle

Nach längerer Pause bin ich wieder im Viertel und schauen dem Treiben auf dem Kirchplatz zu.
Zu meiner größten Überraschung gehört die Tatsache, dass die Laterne an der Ecke noch nicht wieder demoliert wurde. Freude, denn das Licht zaubert die gewünschte Stimmung am Abend.





 
Guten Morgen MONTAG




Donnerstag, 23. Oktober 2014

Hurraaahhh

Aufstellen einer neuen Laterne
... preußisch Hurra, die Laterne ist da. Oder ... aaahhh.
Endlich, nach zehn Monaten wird der Stummel ausgetauscht.


 
 
Nun mache ich mir meine Gedanken: Wie lange wird diese Laterne "überleben"? Diese Skepsis richtet sich nicht gegen die Firma und Handwerker, die diesen Lichtmast aufstellen. All die anderen vorher waren auch richtig montiert. Nein, mit meinen Befürchtungen wende ich mich an das Ordnungsamt (zuständig für die Fußgängerzone im Nikolaiviertel). Solange wildes Parken, unkontrollierter LKW-Verkehr, viel zu große Lieferfahrzeuge, zu jeder Stunde die Gassen befahren oder zuparken, werden die Laternen weiter kaputt gerammt.

http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/02/laternen-stehen-im-wege.html

Ich nehme Wetten an: Wer der Zahl der Monate bis zur nächsten Beschädigung oder Zerstörung der Laterne am nächsten kommt, dem verspreche ich eine fachlich fundierte Führung durch "mein" Nikolaiviertel. Wer mitmachen möchte, der gebe die Zahl in der Kommentarspalte ein.
(Sie können das auch anonym eintragen. Ich erde den Gewinner der Wette später erneut auffordern, mir einen Tipp zu geben, wie ich ihn/sie erreiche.)


 
 
 
 
 

 

Freitag, 10. Oktober 2014

Verfilmung

Die schmalen Gassen rund um die Kirche locken  immer wieder Filmemacher und Fernsehteams ins Viertel. Nichts Besonderes, ich  gewöhne mich daran in einer Filmkulisse zu wohnen. Doch fällt mir auf, dass den Regisseur und Kameramann offenbar etwas anderes reizt als die alten Fassaden, Mauern und Laternen. Warum sonst bringen die Beleuchter das Kopfsteinpflaster zum Strahlen. Es ist bekannt, dass die Feuerwehr schon mal hilft, wenn eine Spielszene unbedingt im Regen spielen muss. Dann kommt das Wasser von oben aus der Spritze. Diesmal sprüht die Feuerwehr Wasser auf die Straße. Wenn das Licht der Scheinwerfer entsprechend gesetzt wird, funkelt das nasse Pflaster fast dreidimensional auf dem Monitor. Das fiel mir uff.


Auf die Frage nach dem Stück, dem Titel, den Schauspielern bekomme ich bereitwillig Antworten. Allerdings werde ich auch darauf hingewiesen, dass das Fotografieren nicht erwünscht sei. (Hollywood lässt grüßen.) Das ist in dem Geschäft so üblich. Mir geht es ja ohnehin nur um das schön ausgeleuchtete Ambiente. Hier wird mit Licht gezaubert.




Warum geht’s in dem Stück? Ich zitiere aus der Pressemitteilung: Das Erste / Drehstart für die humorvolle türkische Familiengeschichte "Leberkäseland"
München (ots) - In Berlin laufen derzeit die Dreharbeiten zu dem Film "Leberkäseland" (AT), basierend auf dem Roman "Tante Semra im Leberkäseland" von Lale Akgün. Die Verfilmung erzählt mit viel Witz von dem turbulenten Start einer türkischen Familie in ein deutsches Leben - und dass Ankommen manchmal Generationen braucht.

 Istanbul, 1962: Gerade noch feiert Latife (Neda Rahmanian) ihre bestandene Aufnahmeprüfung an der Istanbuler Uni, da ist ihr Traum von einer akademischen Laufbahn auch schon wieder vorbei. Nach der Geburt ihrer drei Töchter Lale (Elyna Donchev), Nihal (Ronja Russow) und Peyda (Anna Shirin Habedank) sollte nun ihre Zeit kommen - für ihre Träume und für sich selbst. Doch ihr Mann Burhan (Murathan Muslu) hat schlechte Nachrichten aus Deutschland. Sein Vater ist gestorben, er soll auf Wunsch seiner Mutter Seyran (Özay Fecht) vorübergehend die verwaiste Zahnarztpraxis in Moers/Nordrhein-Westfalen übernehmen. Latife fügt sich schweren Herzens der Bitte und findet sich mit ihrer Familie im Deutschland der 60er Jahre wieder. Für die freigeistige Frauenrechtlerin Latife eine gefühlte Rückkehr ins Mittelalter. Während ihre Töchter Gefallen an deutschen Schlagern, Adelsgeschichten und Leberkäse finden, Tante Semra (Sascha Ö. Soydan) sich für deutsche Weihnachten begeistert und Burhan sich mit seiner Aufgabe in der Zahnarztpraxis wohlfühlt und politische Ambitionen pflegt, resigniert Latife an den einengenden Verhältnissen. Desillusioniert verfrachtet sie ihre Mathematikbücher in den Keller. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Istanbul und 14 Jahre später ist Latifes deutsche Welt eine andere. Ihre Töchter Lale (Helen Woigk), Nihal (Derman Deniz) und Peyda (Kristin Hunold) sind zu modernen, emanzipierten jungen Frauen herangewachsen - sie selbst hat ihren Doktor für Mathematik der Universität Köln in der Tasche. Burhan, weiterhin als Zahnarzt tätig, muss sich mit Latifes Freiheiten und ihrer anstehenden Professur arrangieren. Und Tante Semra ist nach Mekka gepilgert. Doch für Leberkäse findet sie selbst im Glauben einen Weg ... In weiteren Rollen spielen Ulrich Noethen, Katja Studt, Felix Klare, Peter Jordan, Sascha Ö. Soydan, Mansur Ajang u.a.
"Leberkäseland" (AT steht für Arbeitstitel) ist eine Produktion von Ziegler Film (Produzentin Tanja Ziegler) im Auftrag der ARD Degeto für Das Erste. Regie führt Nils Willbrandt, aus dessen Feder auch das temporeiche Drehbuch stammt. Hinter der Kamera steht Peter Nix. Die Redaktion liegt bei Barbara Süßmann. Die Dreharbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Oktober.
Schluss jetzt! Ermahnt mich die Aufnahmeleiterin.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Laterne, Laterne ...

... Sonne, Mond und Sterne. So der Kinderreim. Und wir im Nikolaiviertel können uns unseren Reim darauf machen, warum immer wieder die Straßenbeleuchtung beschädigt wird. Im Volksmund "Schinkel-Laterne" genannt, wird der Klassiker unter den Beleuchtungskörpern zwar nicht mehr mit Gas betrieben,  das gelbliche Spektrum des Lichts erreicht man mit Quecksilberlampen.

Seit einiger Zeit habe ich den Verdacht, dass die Stadtplaner
(Abtl. Öffentliche Beleuchtung) ein heimliches Abkommen mit LKW-Fahrern getroffen haben, die regelmäßig das Nikolaiviertel anfahren. Denn sie sind es, die immer wieder die gusseisernen Bündelpfeilermasten berühren, sie umstoßen, niedermachen. Okay, dass dahinter eine Absicht steht, ist ironisch gemeint, aber das Ergebnis ist wirklich nicht zum Lachen.

Die Straßen, eigentlich sind es Gassen, in der Fußgängerzone sind eng. Dennoch quälen sich die Lieferanten morgens mit ihren großen Dreiachsern durchs Viertel. Es gibt regelrechten Rushhour-Verkehr wenn Fahrer die Restaurants und Kneipen ansteuern. Sie müssen sich arrangieren, rangieren, rückwärts und vorwärts bis … es wieder mal kracht. Entweder wird der Laternenmast übersehen, oder der hohe Kastenaufbau des LKW touchiert einen Beleuchtungskörper, der dann schräg hängen bleibt und schließlich ganz runter fällt. Oder ist das eine neue Form des Vandalismus?

(siehe auch ... http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2014/01/schonwieder.html )

Jetzt sind es gerade wieder zwei, die als Stümpfe ohne Funktion am Straßenrand der Poststraße stehen. Was tun? Wo kann man die kaputte Laterne melden? Die LKW-Fahrer sind so im Stress, dass sie den angerichteten Schaden nicht einmal merken oder sie machen sich heimlich davon. Dabei wäre es sehr einfach den Betreiber der Laternen zu informieren. An einigen Masten kleben Zettel: Bei Störungen - Rufen Sie die kostenlose Hotline an : 0800 110210. Dort meldet sich die Firma Vattenfall, das Management für öffentliche Beleuchtung in Berlin. Schnell kommt dann ein Techniker und klemmt den Strom ab: Gefahr im Verzug! Allerdings wartet der Anwohner sehr, sehr lange, bis ein Ersatz für die zerstörte Laterne montiert wird.  Der Laternenstummel, an der Ecke des Museums Knoblauchhaus, wartet seit Januar 2014 auf Ersatz. Gut das es am Gebäude selbst noch einen Wandarm mit "Schinkel-Laterne" gibt. So ist wenigstens der Eingang zum Museum in der kommenden dunklen Jahreszeit beleuchtet.

Ach ja, demnächst öffnet sogar ein MuseumsShop unter der Laterne. Ob die Stiftung Stadt Museum Berlin vielleicht einen kurzen Draht zu Vattenfall hat? Vielleicht sogar persönliche Drähte? Wenn es der Lichtfindung dient.
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 Wer mehr über die berühmten Lampen wissen will, der liest im Kurier nach ...

http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/historische-strassenlaternen-dieser-mann-knipst-berlin-das-licht-an,7169128,28529164.html

Historische Straßenlaternen Dieser Mann knipst Berlin das Licht an Von Cornelia Schmalenbach, am 26. September 2014
Der Ur-Ur-Großvater legte vor 175 Jahren den Grundstein für einen der ältesten Familienbetriebe Berlins: Die Eisengießerei Behr. Die Brüder Markus und Johannes führen die Firma in fünfter Generation.

Noch nie was von den Behrs gehört? Bestimmt aber gesehen. Denn Produkte ihrer handwerklichen Kunst prägen das Stadtbilds Berlins: Historische Straßenlaternen im Nikolaiviertel und in der Altstadt von Köpenick, auch das Geländer an der Liebknechtbrücke zwischen Dom und Schlossinsel, die Ketten-Poller vor dem Brandenburger Tor und verschnörkelte Straßenschilder am Pariser Platz, die Touristen aus aller Welt so gern fotografieren, entstanden in der Gießerei Behr.

„Es fing mit einer Drechslerei am Alex an“, erzählt Markus Behr (51). Sie stellte Teile für die preußische Eisenbahn her. Als im 19. Jahrhundert französische Hutmacher kamen, bestellten sie Holzformen. Die müssen genial gewesen sein, denn 1873 gab es auf der Weltausstellung in Wien viel Anerkennung. Für die maschinelle Fertigung der Hüte wurden bald Formen aus Eisen gebraucht. Die zweite Generation Behr baute eine Eisengießerei in Weißensee mit hundert Beschäftigten. Die Lieferungen gingen jetzt bis nach Übersee. Nach dem Krieg wollten die Russen Ersatzteile für Fahrzeuge.

„1972 wurde unser Familienbetrieb verstaatlicht“, erzählt der Chef. Bis zur Wende hieß er VEB Eisengießerei Weißensee. Dann übernahm die fünfte Generation Behr das Ruder. In den neuen Produktionshallen in Hohenschönhausen lagern viele Modelle, die wie zu Urgroßvaters Zeit mit flüssigem Metall ausgegossen werden. Der letzte Auftrag kam aus Neukölln: 280 elektrische Leuchten, die die Gaslaternen ablösen werden.

 


Montag, 20. Januar 2014

... schon wieder


Die Laternen im Nikolaiviertel stehen offenbar immer im Wege. Nun muss Vattenfall schon wieder ran.
Hotline 0800 1102010 anrufen.


http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/02/laternen-stehen-im-wege.html

Unter dem Stichwort Vattenfall finden wir die Chronik der demolierten Laternen im Viertel.

Montag, 14. Mai 2012

Vandalismus gegen Straßenlaternen?

An diesem Beispiel wird deutlich, dass wir im Überfluss leben. Das Wort vom SPAREN verkommt zu  einer halbherzigen Entschuldigung für Gleichgültigkeit und Desinteresse in den Verwaltungen. Konkret,  hier im Nikolaiviertel , beobachte ich, wie  Senatsverwaltung, Vattenfall, WBM etc.  aus dem Vollen schöpfen.  Es scheint nicht mehr um den Bürger, den Bewohner im Viertel zu gehen, sondern vermutlich nur  um die Absicherung des eigenen Besitzstandes in den oberen Etagen. Das klingt wie Sozialneid. Doch wie kann einer neidisch sein, der schon alle Privilegien  genießt, so wie der Autor dieser Zeilen.

Doch nun zu dem oben noch nicht näher beschrieben Beispiel, einem Exempel von mehreren. Heute - wieder: Die Straßenlaternen im Viertel. Es geht mir nicht nur um die Vernichtung von Volksvermögen, so sagte man früher, sondern um Sicherheit und Wohnqualität. Die Laternen stehen ja nicht nur als Dekoration in dem historisch aufgebrezelten Quartier, die Laternen haben auch eine Funktion: Sie beleuchten im Dunkeln den Fußweg, damit die Bewohner und Passanten den Weg finden. Oder?

Wäre ich Fliegenbeinzähler oder Statistiker, dann könnte ich aufzählen, dass in den vergangenen vier Monaten mehr als fünf Laternen umgefahren wurden. Mich aber interessieren die Ursachen und Verursacher. Vielleicht eine andere Art von Vandalismus? Wer schmeißt die Dinger um und haut dann ab?
Ich weiß es. Und ich hätte eine Lösung für das Problem, wenn die Verwaltungen ahnungslos sind. Es genügt nicht, auf dem Verwaltungsweg neue Laternen zu bestellen und durch Subunternehmer aufstellen zu lassen.  Ich verkneife mir das billige Argument der Stammtischbrüder:  Was das wieder kostet und alles von unseren Steuergeldern?
Die 775-Jahrfeier im Nikolaiviertel wirft ihre Schatten voraus. Deshalb muss jetzt gehandelt werden. Um weitere Schäden im Viertel zu verhindern gäbe es Maßnahmen, die nicht nur verhindern, dass die Laternen immer wieder umgefahren werden. Die Unternehmen, die mit der Neuaufstellung dieser  speziellen Straßenbeleuchtung beauftragt sind, erzählen mir, dass die Dinger immer neu bestellt werden müssen. Das ist keine Massenware, die irgendwo im Depot rumsteht.
Stellen wir uns doch mal vor, in der Propststraße und Poststraße werden bis zur offiziellen Feier am …. Wieder fünf Laternen umgefahren (die Wahrscheinlichkeitsrechnung auf der Grundlage vergangener Monate lässt eine solche Hypothese zu), was dann?  Das Nikolaiviertel wird zum Gespött der Touristen, wenn sie zwischen den Rummelbuden über mit  rot-weißem Flatterband gesicherte Laternenstümpfe  stolpern.

Neu, gerade aufgestellt und schon wieder Gefahr im Verzug

http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/02/laternen-stehen-im-wege.html
http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/03/licht-leuchtet-aus-laternen.html

Licht leuchtet aus Laternen -

Zwei Straßenlaternen wurden inzwischen wieder reapriert. Der Dokumentarist kommt seiner Pflicht nach.
Rückblick: http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/02/laternen-stehen-im-wege.html


Für alle Bewohner des Viertels gibt es jetzt eine kostenfreie Telefonnummer, um Störung direkt zu melden. Der Umweg über den Senat ist damit überflüssig. Wirklich?

Die Laterne vor der Kirche ist wieder funktionstüchtig.


So auch die vor dem Treppenaufgang zum Ephraim Palais.

Montag, 27. Februar 2012

Nikolaikirche

Eine Programmhinweis für Freunde des Kirchenliedes:
Johann Crüger (1598–1662) | Ein Orpheus an der Spree
Zum 350. Todestag von Johann Crüger erinnert das Stadtmuseum Berlin an einen Mann,
dessen Wirken Berlin erstmals den Rang einer europäischen Musikstadt verlieh. Auf der
Orgelempore der Nikolaikirche sind vom 22. Februar bis 25. März 2012 eine Reihe von selten präsentierten Kostbarkeiten aus dem Bestand der Musikabteilung der Staatsbibliothek unter den Linden zu sehen. So können die Besucher für einige Wochen neben der berühmten Liedersammlung
Crügers, der Praxis Pietatis Melica, auch sein bedeutendstes theoretisches Werk, die Synopsis
Musica, bewundern. (Zitat: Pressestelle der Stiftung StadtMuseum)


Es ist eine kleine Vitrine, aber sie verweist auf ein großes Programm: Fünf Konzerte sind bis Oktober angesetzt. Und allen, die sich darauf vorbereiten wollen, ist die kleinformatige, aber großartige Crüger-Monografie des Theologen und Musikologen Christian Bunners zu empfehlen, der kundigen Aufsätze und repräsentativen Quellensammlung wegen. Es gibt derzeit nichts Klügeres zum Thema!
... schreibt die http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12282016/63369/Orpheus-an-der-Spree-musik.html


http://www.stadtmuseum.de/presse/uploads/media/NK_Crueger_Konzerte.pdf





Nur zu einer bestimmten Uhrzeit gibt die Sonne diesen Blick frei. Gegen 11 Uhr im Frühjahr, für etwa eine Stunde. Mal sehen, wie lange diese Laterne noch stehen wird. Inzwischen habe ich vier (4!) Stümpfe ehemaliger Laternen gezählt. Erneuerung noch nicht in Sicht.

Apropos Erneuerung: Die gestohlenen Fallrohre aus Kupfer wurden inzwischen ersetzt. Aus Plastik - mit so genannter Kupfer-Optik!