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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Hurraaahhh

Aufstellen einer neuen Laterne
... preußisch Hurra, die Laterne ist da. Oder ... aaahhh.
Endlich, nach zehn Monaten wird der Stummel ausgetauscht.


 
 
Nun mache ich mir meine Gedanken: Wie lange wird diese Laterne "überleben"? Diese Skepsis richtet sich nicht gegen die Firma und Handwerker, die diesen Lichtmast aufstellen. All die anderen vorher waren auch richtig montiert. Nein, mit meinen Befürchtungen wende ich mich an das Ordnungsamt (zuständig für die Fußgängerzone im Nikolaiviertel). Solange wildes Parken, unkontrollierter LKW-Verkehr, viel zu große Lieferfahrzeuge, zu jeder Stunde die Gassen befahren oder zuparken, werden die Laternen weiter kaputt gerammt.

http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/02/laternen-stehen-im-wege.html

Ich nehme Wetten an: Wer der Zahl der Monate bis zur nächsten Beschädigung oder Zerstörung der Laterne am nächsten kommt, dem verspreche ich eine fachlich fundierte Führung durch "mein" Nikolaiviertel. Wer mitmachen möchte, der gebe die Zahl in der Kommentarspalte ein.
(Sie können das auch anonym eintragen. Ich erde den Gewinner der Wette später erneut auffordern, mir einen Tipp zu geben, wie ich ihn/sie erreiche.)


 
 
 
 
 

 

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Laterne, Laterne ...

... Sonne, Mond und Sterne. So der Kinderreim. Und wir im Nikolaiviertel können uns unseren Reim darauf machen, warum immer wieder die Straßenbeleuchtung beschädigt wird. Im Volksmund "Schinkel-Laterne" genannt, wird der Klassiker unter den Beleuchtungskörpern zwar nicht mehr mit Gas betrieben,  das gelbliche Spektrum des Lichts erreicht man mit Quecksilberlampen.

Seit einiger Zeit habe ich den Verdacht, dass die Stadtplaner
(Abtl. Öffentliche Beleuchtung) ein heimliches Abkommen mit LKW-Fahrern getroffen haben, die regelmäßig das Nikolaiviertel anfahren. Denn sie sind es, die immer wieder die gusseisernen Bündelpfeilermasten berühren, sie umstoßen, niedermachen. Okay, dass dahinter eine Absicht steht, ist ironisch gemeint, aber das Ergebnis ist wirklich nicht zum Lachen.

Die Straßen, eigentlich sind es Gassen, in der Fußgängerzone sind eng. Dennoch quälen sich die Lieferanten morgens mit ihren großen Dreiachsern durchs Viertel. Es gibt regelrechten Rushhour-Verkehr wenn Fahrer die Restaurants und Kneipen ansteuern. Sie müssen sich arrangieren, rangieren, rückwärts und vorwärts bis … es wieder mal kracht. Entweder wird der Laternenmast übersehen, oder der hohe Kastenaufbau des LKW touchiert einen Beleuchtungskörper, der dann schräg hängen bleibt und schließlich ganz runter fällt. Oder ist das eine neue Form des Vandalismus?

(siehe auch ... http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2014/01/schonwieder.html )

Jetzt sind es gerade wieder zwei, die als Stümpfe ohne Funktion am Straßenrand der Poststraße stehen. Was tun? Wo kann man die kaputte Laterne melden? Die LKW-Fahrer sind so im Stress, dass sie den angerichteten Schaden nicht einmal merken oder sie machen sich heimlich davon. Dabei wäre es sehr einfach den Betreiber der Laternen zu informieren. An einigen Masten kleben Zettel: Bei Störungen - Rufen Sie die kostenlose Hotline an : 0800 110210. Dort meldet sich die Firma Vattenfall, das Management für öffentliche Beleuchtung in Berlin. Schnell kommt dann ein Techniker und klemmt den Strom ab: Gefahr im Verzug! Allerdings wartet der Anwohner sehr, sehr lange, bis ein Ersatz für die zerstörte Laterne montiert wird.  Der Laternenstummel, an der Ecke des Museums Knoblauchhaus, wartet seit Januar 2014 auf Ersatz. Gut das es am Gebäude selbst noch einen Wandarm mit "Schinkel-Laterne" gibt. So ist wenigstens der Eingang zum Museum in der kommenden dunklen Jahreszeit beleuchtet.

Ach ja, demnächst öffnet sogar ein MuseumsShop unter der Laterne. Ob die Stiftung Stadt Museum Berlin vielleicht einen kurzen Draht zu Vattenfall hat? Vielleicht sogar persönliche Drähte? Wenn es der Lichtfindung dient.
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 Wer mehr über die berühmten Lampen wissen will, der liest im Kurier nach ...

http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/historische-strassenlaternen-dieser-mann-knipst-berlin-das-licht-an,7169128,28529164.html

Historische Straßenlaternen Dieser Mann knipst Berlin das Licht an Von Cornelia Schmalenbach, am 26. September 2014
Der Ur-Ur-Großvater legte vor 175 Jahren den Grundstein für einen der ältesten Familienbetriebe Berlins: Die Eisengießerei Behr. Die Brüder Markus und Johannes führen die Firma in fünfter Generation.

Noch nie was von den Behrs gehört? Bestimmt aber gesehen. Denn Produkte ihrer handwerklichen Kunst prägen das Stadtbilds Berlins: Historische Straßenlaternen im Nikolaiviertel und in der Altstadt von Köpenick, auch das Geländer an der Liebknechtbrücke zwischen Dom und Schlossinsel, die Ketten-Poller vor dem Brandenburger Tor und verschnörkelte Straßenschilder am Pariser Platz, die Touristen aus aller Welt so gern fotografieren, entstanden in der Gießerei Behr.

„Es fing mit einer Drechslerei am Alex an“, erzählt Markus Behr (51). Sie stellte Teile für die preußische Eisenbahn her. Als im 19. Jahrhundert französische Hutmacher kamen, bestellten sie Holzformen. Die müssen genial gewesen sein, denn 1873 gab es auf der Weltausstellung in Wien viel Anerkennung. Für die maschinelle Fertigung der Hüte wurden bald Formen aus Eisen gebraucht. Die zweite Generation Behr baute eine Eisengießerei in Weißensee mit hundert Beschäftigten. Die Lieferungen gingen jetzt bis nach Übersee. Nach dem Krieg wollten die Russen Ersatzteile für Fahrzeuge.

„1972 wurde unser Familienbetrieb verstaatlicht“, erzählt der Chef. Bis zur Wende hieß er VEB Eisengießerei Weißensee. Dann übernahm die fünfte Generation Behr das Ruder. In den neuen Produktionshallen in Hohenschönhausen lagern viele Modelle, die wie zu Urgroßvaters Zeit mit flüssigem Metall ausgegossen werden. Der letzte Auftrag kam aus Neukölln: 280 elektrische Leuchten, die die Gaslaternen ablösen werden.

 


Montag, 20. Januar 2014

... schon wieder


Die Laternen im Nikolaiviertel stehen offenbar immer im Wege. Nun muss Vattenfall schon wieder ran.
Hotline 0800 1102010 anrufen.


http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/02/laternen-stehen-im-wege.html

Unter dem Stichwort Vattenfall finden wir die Chronik der demolierten Laternen im Viertel.

Montag, 14. Mai 2012

Vandalismus gegen Straßenlaternen?

An diesem Beispiel wird deutlich, dass wir im Überfluss leben. Das Wort vom SPAREN verkommt zu  einer halbherzigen Entschuldigung für Gleichgültigkeit und Desinteresse in den Verwaltungen. Konkret,  hier im Nikolaiviertel , beobachte ich, wie  Senatsverwaltung, Vattenfall, WBM etc.  aus dem Vollen schöpfen.  Es scheint nicht mehr um den Bürger, den Bewohner im Viertel zu gehen, sondern vermutlich nur  um die Absicherung des eigenen Besitzstandes in den oberen Etagen. Das klingt wie Sozialneid. Doch wie kann einer neidisch sein, der schon alle Privilegien  genießt, so wie der Autor dieser Zeilen.

Doch nun zu dem oben noch nicht näher beschrieben Beispiel, einem Exempel von mehreren. Heute - wieder: Die Straßenlaternen im Viertel. Es geht mir nicht nur um die Vernichtung von Volksvermögen, so sagte man früher, sondern um Sicherheit und Wohnqualität. Die Laternen stehen ja nicht nur als Dekoration in dem historisch aufgebrezelten Quartier, die Laternen haben auch eine Funktion: Sie beleuchten im Dunkeln den Fußweg, damit die Bewohner und Passanten den Weg finden. Oder?

Wäre ich Fliegenbeinzähler oder Statistiker, dann könnte ich aufzählen, dass in den vergangenen vier Monaten mehr als fünf Laternen umgefahren wurden. Mich aber interessieren die Ursachen und Verursacher. Vielleicht eine andere Art von Vandalismus? Wer schmeißt die Dinger um und haut dann ab?
Ich weiß es. Und ich hätte eine Lösung für das Problem, wenn die Verwaltungen ahnungslos sind. Es genügt nicht, auf dem Verwaltungsweg neue Laternen zu bestellen und durch Subunternehmer aufstellen zu lassen.  Ich verkneife mir das billige Argument der Stammtischbrüder:  Was das wieder kostet und alles von unseren Steuergeldern?
Die 775-Jahrfeier im Nikolaiviertel wirft ihre Schatten voraus. Deshalb muss jetzt gehandelt werden. Um weitere Schäden im Viertel zu verhindern gäbe es Maßnahmen, die nicht nur verhindern, dass die Laternen immer wieder umgefahren werden. Die Unternehmen, die mit der Neuaufstellung dieser  speziellen Straßenbeleuchtung beauftragt sind, erzählen mir, dass die Dinger immer neu bestellt werden müssen. Das ist keine Massenware, die irgendwo im Depot rumsteht.
Stellen wir uns doch mal vor, in der Propststraße und Poststraße werden bis zur offiziellen Feier am …. Wieder fünf Laternen umgefahren (die Wahrscheinlichkeitsrechnung auf der Grundlage vergangener Monate lässt eine solche Hypothese zu), was dann?  Das Nikolaiviertel wird zum Gespött der Touristen, wenn sie zwischen den Rummelbuden über mit  rot-weißem Flatterband gesicherte Laternenstümpfe  stolpern.

Neu, gerade aufgestellt und schon wieder Gefahr im Verzug

http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/02/laternen-stehen-im-wege.html
http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/03/licht-leuchtet-aus-laternen.html

Licht leuchtet aus Laternen -

Zwei Straßenlaternen wurden inzwischen wieder reapriert. Der Dokumentarist kommt seiner Pflicht nach.
Rückblick: http://nikolaiviertel-aktuell.blogspot.de/2012/02/laternen-stehen-im-wege.html


Für alle Bewohner des Viertels gibt es jetzt eine kostenfreie Telefonnummer, um Störung direkt zu melden. Der Umweg über den Senat ist damit überflüssig. Wirklich?

Die Laterne vor der Kirche ist wieder funktionstüchtig.


So auch die vor dem Treppenaufgang zum Ephraim Palais.

Samstag, 4. Februar 2012

Laternen stehen im Wege

Erst eins, dann zwei, nun drei, bald vier -
Laternen verschwinden immer schneller aus dem historischen Zentrum.


Ich schaue gestern aus dem Fenster und sehe, dass schon wieder eine Lampe beschädigt wurde.
Am Tag zuvor war der Leuchtkörper noch zu sehen.



Am  27. November 2011 schrieb ich an die ZAB (Zentrale Anlauf - und Beratungsstelle im Bürgerhaus)
Betreff: ZAB Laternen verschwinden im Nikolaiviertel


Hallo,
immer mehr Laternen verschwinden im Nikolaiviertel. Nun noch die vor der Kirche.
Was ist da los?
....
Bitte um Antwort. Bitte nicht aussitzen.
Mit freundlichen Grüßen

Die Antwort kam prompt:
Sehr geehrter ….
ich habe Ihre Anfrage an die für das Management der öffentlichen Beleuchtung zuständige Firma Vattenfall weitergeleitet und um Beantwortung gebeten.
Sollten sich Rückfragen ergeben, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
SenStadt Öffentliche Beleuchtung
Gesendet: Tuesday, November 29, 2011

Von VATTENFALL immer noch kein Wort.

Heute (am Sonntag) habe ich mir die Lampe Nr. 7 nocheinmal von der Straße aus angeschaut. Eindeutig schief - als wäre ein Fahrzeug dagegen gefahren.
Aber wo sind die Scherben, die Reste?